Jordanien – Antike trifft auf bunte Unterwasserwelt
von Lisa Moosmüller und Sabrina Gogolla

Nach unserem Flug mit der Turkish Airlines über Istanbul kamen wir gegen Mitternacht in Aqaba am Flughafen an, wo uns Abdullah, der Inhaber des Red Sea Dive Hotels, schon freudig erwartet hat. Die Fahrt zum Hotel dauert  ca. 20 Minuten. Wir erreichten das kleine, gemütliche und familiäre Hotel und bezogen unser zugegeben einfaches, aber gut ausgestattetes Zimmer.

Nach einer entspannten Nacht wurde uns das Frühstück von den netten Mitarbeitern serviert. Bei großem Gästeaufkommen wird das Frühstück in Buffet-Form angeboten, ansonsten wird es frisch zubereitet und am Tisch serviert. Anschließend entspannten wir nach dem reichhaltigen Frühstück (bestehend aus Käse, Ei, Marmelade, Honig, Hummus, Brot und Obst)  den ganzen Tag am Pool, bevor wir am nächsten Tag die Unterwasserwelt erkunden durften. Am späten Nachmittag ging es auch schon mit den Tauchvorbereitungen los, indem wir unser Equipment anprobierten. Die Dive Guides legen großen Wert auf gut gewartetes und passendes Equipment, damit es unter Wasser bequem ist.

Nun stand nichts mehr im Wege und wir konnten endlich lostauchen. 

Ganz entspannt, nach dem Frühstück, packten wir unsere sieben Sachen und machten uns per Mini-Bus auf den Weg zum Strand, von wo aus die Tauchgänge stattfinden. Die Transferzeit dauert ungefähr 5 – 10 Minuten, je nachdem welcher Tauchspot betaucht wird. Es gibt ca. 20 verschiedene Tauchspots, die zum Teil zum Naturschutzgebiet zählen.  Nachdem wir unsere Tauchausrüstung angelegt hatten, erklärten uns die Guides in einem Briefing die Tauchplätze und den genauen Ablauf.

Die Unterwasserwelt in Jordanien ist sehr ähnlich zu Ägypten: farbenprächtige, riesige Korallenblöcke, belebte Riffe, eine Vielzahl an Fischen und sogar Wrackliebhaber kommen hier nicht zu kurz. Im November 2017 wurde das Flugzeugwrack C-130 Hercules versenkt, in das wir auch hinein tauchen und versteckte Meeresbewohner entdecken konnten. Schildkröten, Oktopusse, Muränen, Napoleons und vieles mehr konnten wir hier im Roten Meer entdecken.  

Neben der abwechslungsreichen Unterwasserwelt bietet Jordanien auch eine Vielzahl kultureller und landschaftlicher Highlights. Eine davon ist die Felsenstadt Petra. Wer diese besonders sehenswerte Ausgrabungsstätte während seiner Reise besuchen möchte, der muss früh aufstehen. Um ca. 06:00 Uhr morgens wurden wir bereits mit dem Taxi in Aqaba abgeholt. Die Fahrt wurde vom Resort organisiert und dauerte ca. 3 Stunden. Endlich angekommen kauften wir die Eintrittskarten, die ca. 60,00 € kosteten und los ging‘s. Wir empfehlen viel Wasser mitzunehmen, denn die Fußwege sind lang und Schatten ist rar. Alternativ gab es die Möglichkeit per Esel, Pferd oder Kamel längere Strecken zurückzulegen. Wir entschieden uns für die Erkundung zu Fuß. Innerhalb der Felsenstadt gibt es einige Souvenir-Stände und kleinere Buden bei denen man Essen und Getränke kaufen kann. Petra gehört zum Weltkulturerbe der UNESCO und gilt als das erste arabische Reich. Die Stadt wurde vom geheimnisvollen Händlervolk der Nabatäer im Schutz der Berge erbaut. Die roten Felsformationen, in denen Besucher sogar heute noch alte Schriftzüge und Steinhauerein erkennen können, sind wirklich überwältigend. Diese Stadt sollte jeder Jordanienreisende erlebt haben. 

Unser Taxi wartete den ganzen Tag, sodass wir solange in Petra bleiben konnten, wie wir wollten.  Bis zum Einbruch der Dunkelheit ist die Felsenstadt für Besucher geöffnet.
Nach dem anstrengenden und sehenswerten Tag freuten wir uns auf ein Abendessen sowie ein gemütliches Bett.

Selbstverständlich durfte auch ein Besuch der größten Wüste Jordaniens nicht fehlen.
Für diesen Trip konnten wir etwas länger schlafen, denn die Fahrt dauert nur ca. 2 Stunden. Ein Besuch von Wadi Rum lässt sich ganz individuell gestalten. Es gibt Ganztagestouren per Jeep, Halbtagestouren am Vormittag und Touren mit traditionellem Wüstendinner. Wir haben uns für die Wüstensafari ohne Dinner mit dem Jeep entschieden. Zu sehen gab es viele Sanddünen, nabatäische Tempel sowie Schluchten, z.B. Siq Um al Taqaqi. Unser Fahrer war gleichzeitig unser Guide, setzte uns an allen Besonderheiten ab und erklärte uns einiges zur Geschichte und Landschaft. Ein besonderer Spaß war das Hinunterlaufen und Hinunterrollen der großen Sanddünen.
Wem ein Tagesausflug zu kurz ist, der kann auch problemlos in Camps übernachten und am Abend den atemberaubenden Sternenhimmel der Wüste bewundern.

Als wir gegen Abend nach Aqaba zurückkamen, führte uns Abdullah in der Marina zum Essen aus.
Danach machten wir eine Sunsetcruise mit dem resorteigenen Boot und genossen den traumhaften Sonnenuntergang über dem Roten Meer.

Unser Fazit: Jordanien ist ein abwechslungsreiches und spannendes Land, sowohl über als auch unter Wasser. Es ist für Jeden Geschmack etwas dabei und keine Zielgruppe kommt zu kurz.
Die Einheimischen empfangen Touristen sehr freundlich und sind glücklich, dass man ihr Land besucht. Petra und Wadi Rum solltet Ihr unbedingt sehen, denn diese Eindrücke sind einzigartig.

Wir kommen gerne wieder!

Eure Sabrina und Lisa

Orca, Ihre Tauchexperten

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